Führungskräfteentwicklung

Führungskraft als Vorbild und Coach: DAS Handlungsfeld für den Mittelstand

Führungskräfte als Vorbilder und Coaches sind eines der wichtigen Handlungsfelder in 2019

Gerade in mittelständischen und Familien-Unternehmen werden Führungskräfte nicht unbedingt Führungskräfte, weil sie für die Rolle am qualifiziertesten sind, sondern „weil sie gerade da sind“ oder weil „es halt der Sohn ist“. Das mag wunderbar funktionieren. Leider ist es aber oftmals doch hochgradig unfair für die neue Führungskraft, dass sie nur hinlänglich auf die neue Rolle vorbereitet werden. Viele möchten die neue Position besonders gut machen und orientieren sich an ihrem (idealerweise erfolgreichen) Vorgänger. Neun von zehn Nachwuchsführungskräften scheitern dabei, zumindest zunächst. Begründung: ein 30jähriger Jurist, der zwar gut ausgebildet, aber bis vor einigen Wochen noch „Kollege“ und nicht Vorgesetzter war, kann den 60jährigen Patriarch, der die Firma aufgebaut hat, nicht kopieren. Das funktioniert nicht. Nicht nur, weil die beiden ganz unterschiedliche Charaktere sind.

Mit eine Rolle spielt auch die Tatsache, dass sich die Ansprüche an eine Führungsrolle verändern. Wurde noch vor einigen Jahren in einzelnen Abteilungen einfach das gemacht, was der Chef bestimmt hat bzw. was schon immer so gemacht wurde, möchte die Generation Y und folgende verstehen, warum etwas wie gemacht wird und eine Entscheidung mittragen. Es wird ein Miteinander mit dem Vorgesetzen mehr als ein autoritäres Schattendasein gefordert. Und das wiederum heißt auch, dass der Vorgesetzte auch Coach sein muss. Er muss die Mitarbeiter zu Entscheidungen führen. Möchte er weiterdelegieren, muss er dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter entsprechend ausgebildet sind. Und zwar nicht nur fachlich, sondern auch was die soft facts betrifft. Ein passendes Führungskräfteentwicklungsprogramm gewinnt somit immer mehr an Bedeutung. Und auch hier gilt: kein Mensch ist wie ein anderer! Ein Trainer bzw. ein Programm, was für Nachwuchsführungskraft A ideal gepasst hat, kann für Kollegen B eine totale Fehlinvestition sein. Auch hier gilt es, mit dem Coach zunächst eine detaillierte Zieldefinition zu erarbeiten, um Enttäuschungen auf allen Seiten zu vermeiden. Brauchen einige Menschen regelmäßige Termine mit kleinen Aufgaben-Häppchen zwischendurch, bringt es anderen mehr, sich für je einen Tag im halben Jahr mit einem Sparringspartner hinzusetzen und Themen anzugehen.
Ein Buch „von der Stange“ ist in keinem Fall ausreichend, wenn es darum geht, Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten als neuer Chef zu begeistern! Wir von Bollmann Executives begeistern Sie gern mit dem „perfect fit“. Sprechen Sie gern einen unserer Executive Partner in Ihrer Nähe für weitere Informationen an.

Insa Briel
Beraterin / Executive-Partnerin

Dieser Blog-Beitrag wurde am 28. März 2019 veröffentlicht.